Huaweis Tragödie rund um die Mate-30-Reihe

Ende September 2019 hat Huawei seine Mate-30-Serie vorgestellt. Das in München abgehaltene Event wurde zum größten Teil von Richard Yu – CEO beim chinesischen Unternehmen – geleitet, gezeigt hat man unter anderem das Mate 30 und das Mate 30 Pro. Vor allem Letzteres beeindruckte, denn man hat ein sogenanntes Waterfall-Display verbaut (wie bei Samsung die Edge-Bildschirme, nur noch weiter nach hinten gebogen). Außerdem kommt die beste Hardware zum Einsatz (zum Beispiel der Kirin 990) und man will auch bei der Videoqualität gegenüber der Konkurrenz aufgeholt haben. Doch so schön und leistungsstark die Mate-30-Modelle auch sind, aufgrund des US-Handelsbanns haben die Geräte in Europa ganz schlechte Karten.

Android ja, Google-Dienste nein

Wie man schon im Vorhinein vermutet hat, hat das Mate 30 (Pro) keine Google-Apps vorinstalliert. Als Betriebssystem kommt zwar Android 10 mit der Oberfläche EMUI 10 zum Einsatz, doch da Huawei durch den US-Bann keine Lizenz von Google bekommen darf, fehlen die Google-Dienste. Darunter fallen neben Maps und Gmail auch der Play Store. Auf dem Event verlor Richard Yu kein Wort darüber, stattdessen preiste er den eigenen Store („App Gallery“) an. Eine optimale Lösung ist das nicht, denn die Konzerne aller wichtigen Apps (wie Facebook oder WhatsApp) haben ihren Sitz in den USA. Das heißt, auch sie dürfen nicht mit Huawei zusammenarbeiten.

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Man könnte jetzt auf die Idee kommen, die Google-Apps einfach nachzuinstallieren. Doch so einfach ist das nicht, denn ohne vorhandene Google-Dienste lassen sie sich nicht starten. Außerdem möchte kein Nutzer nach dem Kauf erst solch eine Anleitung abarbeiten müssen.

Mehr als die Euro-Preise ist nicht bekannt

Da bei der Präsentation Preise in Euro ausgegeben wurden, ist ein Marktstart in Europa nicht ausgeschlossen. Weitere Details gibt es bislang aber nicht, was die Problematik noch einmal verdeutlicht. Huawei hat mit der Mate-30-Reihe zweifellos grandiose Smartphones gezeigt, doch aufgrund der Umstände ist ein Release in Europa aktuell fraglich. Und selbst wenn sich die Chinesen dafür entscheiden, an die früheren Erfolge wird man mit Sicherheit nicht anknüpfen können. Ein kleiner Hoffnungsschimmer: Würde der US-Handelsbann aufgehoben werden, dann verflüchtigen sich auch die Probleme. Wenn nicht, dann hält man ein Mate 30 (Pro) ohne Google-Apps in der Hand.

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